Stand der Dinge

Habe ja jetzt länger nichts hören lassen, aber das liegt wohl an meinem Motivations Tief. Der 100 Meilen Lauf in Fröttstädt ist einfach nicht so gelaufen, wie ich dachte. Anreise mit Auto und Hotel waren super. Mit Laufkumpel Björn gut verstanden und gut gefuttert im Hotel. Dann am nächsten Tag schön geruht und dann zum Start. Habe noch Nudeln gefuttert und bin 19:00 Uhr zum Start erschienen. Am Anfang war es noch etwas warm, aber damit war ja auch zu rechnen. Ich lag auch gut in der Zeit. Die Aufstiege waren nicht zu mächtig, also eigentlich alles im Lot. Doch dann fing es an im Oberschenkel zu zwicken. Es war inzwischen dunkel und es ging mitten durch einen romantischen Baumpfad, wo man aber fast nicht laufen konnte, weil man tatsächlich wie durch einen Tunnel lief. Aber Zeit hatte ich ja noch genug. Nach dem Waldstück versuchte ich wieder normal zu laufen, aber der Oberschenkel war hart und blieb hart. Manchmal hilft es ja, in den Schmerz rein zu laufen, diesmal nicht. Also musste ich die bittere Entscheidung treffen, den Lauf abzubrechen. Bei Kilometer 42,5 dem Versorgungspunkt meldete ich mich ab. Gott sei Dank war da noch ein anderer Mitstreiter, der Steve. Mit dem konnte man sich nett unterhalten, so war das Ende nicht ganz so bitter. Wir wurden dann von der Tochter vom Chef abgeholt und ins Läufer Lager gebracht. Um Björn nicht zu wecken, dessen Start erst um 04:00 Uhr war, haute ich mich auf eine Pritsche mit Decke und wartete. Dann um 02:30 Uhr rief ich ihn an und sagte ihm, ich hätte abgebrochen. Er kam dann mit dem Auto rüber und ich wartete noch bis zum Start um 04:00 Uhr. Danach fuhr ich mit dem Auto ins Hotel und schlief von 06:00 bis ca. 14:00 Uhr.

Dann machte ich mich fertig und wartete ab 15 Uhr etwa im Ziel auf Björn. Es gab was zu futtern und sehr viel zu sehen, denn nach und nach trudelten die 100 Meilen und 100 Kilometer Läufer ein. Das Wetter hatte sich etwas abgekühlt, also gut für die Läufer. Nur der Regen hätte nicht unbedingt sein müssen. Da kam Björn ins Ziel. Er hatte etwas länger gebraucht, als geplant und hatte auch ein paar Schwierigkeiten unterwegs, aber er hatte es geschafft. Wenigstens einer von uns hatte sein Ziel erreicht. Er war wirklich stolz und das darf er auch sein, denn leicht war die Strecke nicht.

Mich hat es dann erst einmal in ein Motivations Loch gehauen, denn ich kann den Lauf auch nicht so bald wiederholen, die 100 Meilen gibt es nur alle 5 Jahre. Andererseits hatte ich vor der Abreise mit Durchfall zu kämpfen und hätte statt Mittelchen zu nehmen, das ganze besser ausgesessen. Ist aber jetzt alles nicht zu ändern und es gibt schlimmeres.

Wir sind wieder heil in München gelandet, wir haben einen 100km Helden und das muss erst einmal genügen.

Stdiut

Lauf doch mal 8 Stunden

Na gut, genau so habe ich jetzt nicht gedacht, aber zur Steigerung eines 6 Stunden Laufes, sind 8 Stunden ja erst einmal genug. Also hatte ich mich zum 8 Stunden Lauf im Rahmen des 24 Stunden Laufes am 18.06.2016 im Olympiapark in München angemeldet.

Am frühen Morgen ging es am Samstag also zur Startnummern Ausgabe. Die sollte bis 10:00 Uhr erfolgen, aber sicher hätte ich die auch noch etwas später bekommen. In den Katakomben der Eissporthalle gab es die Startnummer. Dort befanden sich auch Schränke, die man mit einem Euro Pfand immer wieder benutzen konnte. Praktisch. Hier konnte man sich auch umziehen, es gab Toiletten und Duschen und für die 24 h Läufer auch ein paar Liegen, um sich mal abzulegen. Alles relativ nah beieinander. Draussen vor dem Eingang gab es ein Läufer Lager, wo einige Zelte aufgstellt waren.

Um 11:00 Uhr gab es dann die Einweisung für 8 und 24 Stunden Läufer. Der Start der 24 h erfolgte um 12:00 Uhr und der Start der 8 h Läufer um 13:00 Uhr. Somit musste ich mir noch einmal die Zeit vertreiben, aber im Olympiapark gibt es ja immer was zusehen. Ich stellte inzwischen fest, dass ich mein Startnummernband und meinen Mehrzweckbecher vergessen hatte. Somit hatte ich also Löcher im Shirt und den Becher konnte ich dort ausleihen, ergo keine unlösbaren Probleme. Dann wurden wir in den Startbereich gerufen und es ging los. Etwas abseits der Lauflinie, damit wir die anderen nicht störten, die ja schon ihre Runden abspulten.

Die Runde war etwa 1,2 km lang. Erst schlängelte sie sich entlang des Läuferlagers, dann in Richtung Lerchenauer Strasse, wo es einen seichten Anstieg gab, über eine kleine Brücke und entlang des Rinnsals wieder zurück, dann noch einmal rechts und über eine Brücke und dann war man auch schon wieder am Ausgangspunkt und lief über die Matte. Wollte man zur Versorgung, musste man vor der Matte raus und danach wieder zurück und wieder auf den Pfad einfädeln, damit die Runden gezählt wurden. Es gab also keine Rundenzähler. Einziger Nachteil, die Versorgung befand sich eben nicht direkt an der Strecke, wodurch man doch etwas Zeit bzw, Kilometer verloren hat. Die Versorgung war ausreichend und gut. Es gab Gels, Iso, Brühe, Obst, Erdnuss Flipps, Salzgebäck und sogar Kartoffeln mit Quark. Die habe ich zwar nicht genutzt, aber feste Nahrung nehme ich fast nie bei langen Läufen. Es gab keine Cola, aber ich hatte mir eine bestellt.

Meine Fangruppe Monika und Christian, zugegeben die Einzige Fangruppe, besuchte mich an der Strecke und hatten eine kühle Cola für mich dabei. Versorgung an der Strecke war ausdrücklich erlaubt. Sie besuchten mich so zwischen 15 und 16 Uhr und ich hatte etwas Abwechslung. Ansonsten ist so ein Rundenlauf doch etwas fad. Einzig die Teams brachten etwas Stimmung auf die Strecke, da die etwas schneller unterwegs waren. Und dann gab es noch den Klaus mit Mütze und am Abend mit beleuchteter Jacke und den Mario mit schickem Frack Kostüm. Ausserdem noch die Legionäre, die für einen guten Zweck liefen. Es spielte Musik bei der Zeitnahme und die Musik Auswahl war mehr als originell. Die Runden zogen sich jetzt dahin. Bis 21 Uhr war ich ab jetzt auf mich allein gestellt und hatte diesmal auch keinen Trinkrucksack dabei. Ich lief immer 3 oder 4 Runden durch und dann bog ich ab zur Versorgung. Es war zwar nicht heiss, aber trinken ist wichtig. Einmal regnete es kurz, was aber eher erfrischend war und trotz drohender dunkler Wolken und Donnergrollen, blieb es für uns 8 Stunden Läufer trocken.

Die Moderation hatte meinen Namen unterwegs in 4 verschiedenen Varianten in Gebrauch. Komischerweise wurde bei anderen Läufern immer mal etwas erwähnt, wie Kilometer oder Platzierung, aber irgendwie war es bei mir so, wie wenn ich in einer Bar bin, ich werde immer übersehen. Immerhin erfuhr ich irgendwann, dass ich auf Platz 3 bin. Das spornte natürlich an. Und noch etwas später dann sogar auf Platz 2. So langsam verstrich die Zeit, ich kannte schon sämtliche Ordner an der Strecke und wir Läufer lächelten uns ab und an aufmunternd zu. So kurz vor Schluss kam dann die Durchsage, dass nur ganze Runden zählen würden, bei uns 8 Stündlern. Ich hatte eine Runde gerade beendet und noch 12 Minuten Zeit für die nächste Runde. Also so geschätzt. Also gab ich noch einmal Gas und schaffte tatsächlich noch eine ganze Runde mehr. Die restlichen 4 Minuten liess ich dann aber sausen. Und tatsächlich war ich auf dem 2. Gesamtplatz. Mein erster Stockerlplatz, seit ich Ultra bin. Hurraa.

Um kurz nach 20 Uhr kam mein Freund mich abholen, aber da die Siegerehrung erst um 23:00 Uhr war, schickte ich ihn wieder heim. Das wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen, so oft hatte ich das Erlebnis wie gesagt noch nicht. Ich blickte kurz zurück auf den Lauf und stellte fest, dass es gut gelaufen war. Ab Kilometer 30 ging es mir zwar etwas schlechter, aber ab Kilometer 40 lief es wieder wie geschmiert. na und so Tiefpunkte hat man als Ultra ja immer mal zwischendrin. Die leichten Anstiege spürte man eigentlich kaum, nicht einmal gegen Ende. Und zwei Gehpausen hatte ich auch noch eingelegt, das erholt die Muskeln. Keine Blase, kein blauer Zeh, was will man mehr.

Um 21:30 Uhr wurde dann noch ein Licherlauf über 15 km gestartet und dann war es auch schon 23:00 Uhr und Siegerehrung. Die Teams und die 3 erstplatzierten nahmen ihre Pokale bzw. ihre Medaillen entgegen. Ich schlurfte dann zufrieden zur U-Bahn und fuhr heim. Die Medaille liess ich natürlich um, obwohl wahrscheinlich kein Mensch in München etwas von diesem kleinen Lauf wusste. Aber ich war glücklich.

Stdiut

Ist denn schon wieder Mai

Der Mai ist ja auch schon wieder fast rum. Wird Zeit, dass ich mal poste, was ich so gemacht habe. Da ist wohl als erstes der Wings for life Run zu erwähnen. Am 08. Mai diesmal in München. Ich schaffte immerhin 18,57 km, was bei meiner diesjährigen Langsamkeit gar nicht so schlecht ist. Zwar hat sich der Veranstalter etwas blamiert, da einige Chips nicht registriert waren und somit die Auswertung etwas dauerte, aber hier zählt ja mehr der unterstützende Gedanke. Am gleichen Tag schaffte meine Mannschaft auch noch den Klassenerhalt, was will man mehr.

Eine Woche später ging es dann auf einen langen Lauf, von Lenggries nach München. Am Harras traf ich Lauffreund Björn, der mich begleiten wollte. Hätte ihn fast nicht erkannt, da er in seinen weiten Klamotten von weitem irgendwie dick aussah, was er natürlich nicht ist. Ab Lenggries ging es den Isar Radweg Richtung München. Ganz schön flott für meine Verhältnisse. Björn stieg dann in Wolfratshausen aus, nach 38 km und ich musste dann für das hohe Anfangstempo ganz schön büssen. Aber geschafft habe ich es. 63,5 km in 07:21h.

Dann folgte eine ruhige Woche, um die Muskeln zu erholen. Gestern dann der nächste lange Lauf. Ich hatte zwar ein Ticket bis Lenggries, beschloss aber in Bad Tölz auszusteigen und lief ab da nach Hause. Gestern war es ganz schön warm, aber ich machte Rast in Wolfratshausen und in Grünwald an der Eierwiese. Diesmal lief ich allerdings nicht durch Grünwald, weil das einfach langweilig ist, sondern unten an der Isar entlang. An der Grosshesseloher Brücke dann nach oben zur Hochleite und die letzten Kilometer lief es ganz von allein. Nach 56 Kilometern und 06:56 h war ich zu Hause. Diesmal gewollt langsamer.

Der Mai steht also mit 230,5 km Lauf, 44,6 km Rad und 5 Besuchen im Fitness sportlich zu Buche. Trainingszeit über 34 Stunden.

Stdiut

 

Lange Läufe

An den letzten zwei Sonntagen habe ich mal etwas längere Läufe absolviert. Am 10.04. fuhr ich mit dem Zug nach Freising. Da die S-Bahn zu oft stoppt, wollte ich lieber den Zug benutzen. Der hatte natürlich Verspätung. Also er stand in München im Kopfbahnhof, dann mussten wir alle noch einmal aussteigen und der Zug fuhr dann „geduldet“ wieder ein. Also den Ausdruck habe ich auch noch nicht gehört. Mit 30 Minuten Verspätung kam ich dann an und lief direkt ab Bahnhof auf den Isar Radweg. Es war strahlender Sonnenschein und mir wurde schnell warm. Wie es der Zufall so will, traf ich prompt eine Kollegin im Wald, die da draussen wohnt. Ebenfalls beim Lauf. Ich trabte aber dann weiter Richtung München. Nachdem ich das Gebiet Freising hinter mir gelassen hatte, schwebten auch keine Flugzeuge mehr über mir und ich wechselte auf die andere Isar Seite. Das was der Münchner „Rechts der Isar“ nennt. Ich finde die Strecke interesanter und ein wenig mehr profiliert. Und man läuft dann ein Stück über die Strecke der Ismaninger Winterlaufserie. Da war ich auch schon länger nicht mehr. Ab dem Stauwehr Wehr Oberföhring hatte ich eh schon Heimatstrecke unter den Füssen, denn dort habe ich mal gearbeitet und konnte damals noch die Mittagspausen nutzen, um zu laufen. Am Schyrenplatz hielt ich am Kiosk und gönnte mir eine Halbe, bevor ich durch die Startbäume lief (Insider) und die letzten Kilometer zurück legte. Ich hatte gerade so Glück, keinen Sonnebrand im Gesicht bekommen zu haben. Der Lauf war echt super, trotz einer kleinen Blase am Fuss. Immerhin 39 km in 4:24 h.

Am 17.04. ging es dann mit der BOB nach Bad Tölz. Am Morgen schon ein Faux Pas, ich hatte zwar das Ticket für die BOB eingesteckt, aber das MVV Ticket vergessen. Ich fühle mich natürlich moralisch trotzdem okay, denn ich habe ja ein Monatsticket. Der Bus kam diesmal pünktlich und ich konnte mir beim Umstieg am Harras zwischen Bus und Bahn sogar noch mein Lieblings Frühstück holen, eine Butter Brezn mit schön viel Salz. Die BOB kam pünktlich und so ging es mit den üblichen Wechsel Stopps nach Bad Tölz. Es ist witzig, wie die immer Ihre Bahnen stückeln und in Segmente teilen, das mag ich so an diesem Zug.  Am Bahnhof musste ich mich kurz orientieren und lief dann in die Richtung los, wo ich die Isar und somit den Isar Radweg vermutete. Nach etwa 2 Kilometern, tauchten dann auch schon die ersten Schilder auf und ich bog in Richtung Wolfratshausen ab. Google hatte mir 45 km gesagt, so grob geschätzt, aber als ich las 29 km bis Wolfratshausen schwante mir schon, dass das nicht stimmte. Egal. Ich lief los und obschon es in München bereits geregnet hatte, also leichtes nieseln, haute es mir in Bad Tölz erst einmal den Schweiss raus. Hier herrschte noch ein fetter Fön. Also Jacke in den Laufrucksack. Der Isar Radweg führte dann aber erst einmal weg von der Isar und ich bekam diese auch länger nicht zu sehen. Dieser Weg schlängelt sich halt mehr oder weniger in der Nähe der Isar entlang. Mal links mal rechts. Kurz vor Geretsried brach dann der Fön zusammen und es begann, wie angekündigt zu regnen. Mit dem Regen wurde es auch deutlich kühler, also Jacke wieder raus bei Kilometer 20. Ich hatte mir das Ticket übrigens extra schon Freitag geholt, um am Sonntag keine Ausrede zu haben, nicht zu laufen. Von jetzt an regnete es mehr oder weniger stark immer weiter. Der Radweg ist über weite Strecken ziemlich langweilig und ich traf auch nicht sehr viele Läufer, geschweige denn Radler. In Wolfratshausen angkommen, ging es vorbei am Flossplatz und ich probierte mal nicht die Privatstrasse aus, die sich an der Gabelung abzweigt, wo auch der Radweg entlang geht. Die schlängelt sich bis Aumühle, wo Forellen gezüchtet werden und wo es auch ein Fisch Restaurant gibt. Ich blieb dann unten auf der Strasse und lief nicht oben am Wehr. Höhe Kloster Schäftlarn ging es weiter geradeaus in Richtung Mühltal, vorbei am Wasserkraftwerk und der Floss Rutsche, folgte ich hier nicht dem Radweg, sondern lief in den Wald. Am Sack Gassen Schild erinnerte ich mich, dass man dort tatsächlich nicht weiter kommt und lief ein Stück aufwärts, wo ich wieder auf den offiziellen Weg stiess. Eine Gruppe von drei Frauen, die hier wanderten, fragte mich, ob es noch weit bis Schäftlarn war, leider musste ich Ihnen mitteilen, dass sie genau in der falschen Richtung unterwegs waren und das schon ein ganzes Stück bei strömendem Regen. Ich lief dann weiter und an dem Abzweig, bog ich diesmal rechts ab und musste ein ganzes Stück bergan staksen Richtung Strasslach. Dann ging es noch 3 Kilometer durch den Wald und ich war nach 47 Kilometern in Grünwald an der Eierwiese angekommen. Dort machte ich Rast, kaufte mir eine Halbe und rief erst einmal zu Hause an, dass es wohl etwas später werden würde. Mein Fraund und ich hatten einen Brunch geplant, aber den gab es dann eben etwas später. In Grünwald lief ich diesmal die Hauptstrasse entlang, um irgendwann auf das Hochufer und dann auf die Hochleite zu gelangen. Mein Gott, dieses Grünwald zieht sich aber ganz schön. Es war so langweilig, dass mein Hirn abschaltete und erst bei Kilometer 51 wieder ansprang. Jetzt war ich wieder auf einer Heimstrecke, da klappt das mit dem Laufen von ganz allein. Somit kam ich dann nach 56,87 km und 6:25 h zu Hause an, qutschnass. Ich musste mir die Füsse duschen, da ich aussah wie ein Dreckspatz vom Lauf in kurzen Hosen durch die ganzen Pfützen. Dann gab es aber lecker Futter und die Welt war wieder in Ordnung.

Stdiut

 

Sechs Stunden Lauf

Der erste Wettkampf des Jahres war Training und Erkundung des Formzustandes zugleich. Morgens mit dem Auto nach Ottobrunn zum Phönixbad Parkplatz und dann Startnummer abgeholt. Ich war wohl nicht ganz so pünktlich, denn unten auf der Bahn erfolgte um 08:45 Uhr schon die Einweisung der Läufer. Egal, ich machte mich lauffertig und stellte meine Tasche auf der Tribüne ab und folgte dann der Schar, die bereits auf dem Weg zum Startpunkt war, welcher sich ausserhalb des Stadions befindet. Start erfolgte pünktlich und so wurden wir auf die 1,44 km Runde geschickt. Einige halten diese 6 Stunden Läufe für kompletten Blödsinn, andererseits muss man aber auch sagen, man hat es nie weit bis zur nächsten Verpflegung. Das Wetter war ziemlich kühl, aber der angesagte Regen blieb bis auf ein wenig Niesel aus. Gott sei Dank.

Kurz vor dem Start bemerkte ich, dass ich die falschen Schuhe anhatte. Aber zurück wollte ich auch nicht, denn meine Tasche stand ja eh genau an der Laufstrecke und somit wechselte ich die Schuhe einfach auf der ersten Runde. Vorgenommen hatte ich mir mindestens einen Marathon zu schaffen. Wir waren ein Starterfeld von 77 Läufern, die Mehrzahl natürlich Männer. Bis auf einen Läufer im Schottenrock, war aber niemand kostümiert. Selbst Mücke, der Pumuckl war ohne Maske unterwegs. Somit ging es Runde für Runde vorwärts. Zwischendurch musste ich noch einmal vom Kurs ab, dann das Klo rief. Ich hatte mich lange geweigert, aber was sein muss, muss sein. Laut meiner Uhr war dann der Marathon geschafft. Die Rundenzähler sassen oben auf der Tribüne, an der wir vorbei liefen. Der Kurs ging faktisch durch das Stadion, dann rauf hinter die Zuschauer Tribüne, wieder abschüssig und dann wieder rauf auf die Gegenseite, raus aus dem Stadion und eine Runde draussen erst Wiese, dann fester Weg und wieder rein ins Stadion, ca. 400m Bahn, vorbei am Versorgungsstand und wieder rauf hinter die Tribüne …….

Wie oft man da überholt wird oder selbst überholt, kriegt man eigentlich gar nicht mehr mit. Zumal einige Läufer auch mal länger stehen blieben. Oder wie Manfred am Schluss sagte, Mücke mit so und soviel Kilometern und 2,0 Promille im Blut ….. Ja es gab auch Bier, aber manche hatten eben mehr davon. Der Spruch war für mich der Lacher des Tages.

Meine Uhr zeigte 49km, das Minimum war also bereits überboten, als mir die Runden Zählerin zurief: „5o km sind geschafft. Hipp, Hipp jubelte ich da innerlich. Jetzt lief ich einfach weiter und machte halt soviel wie möglich. Den besonders steilen Anstieg hinter die Tribüne machte ich bereits geraume Zeit nur noch im Gehen. Das waren meine Schenkel einfach noch nicht gewöhnt, nach der langen Pause. Am Schluss standen 54,47km auf meiner Urkunde. Super.

Nach dem Lauf zog ich mich um, löffelte noch ein Süppchen und ab 16 Uhr erfolgte die Urkunden Verleihung. Das ist in Ottobrunn immer sehr familiär und wenn man dort läuft, sollte man sich das nicht entgehen lassen. Gut vor 10 Jahren haben wir sogar die Suppe noch zusammen warm gemacht, aber das Leben ist Veränderung. Die Fussballer des TSV Ottobrunn applaudierten sogar noch für uns, soviel Aufmerksamkeit sind wir gar nicht gewohnt.

Danke an Familie Rau und Helfer für das Lauferlebnis! Alles wieder bestens organisiert. Wenn meine Füsse es erlauben, komme ich sicher wieder.

Stdiut

Daumen drücken

Also Leute dann mal Daumen drücken für das erste Laufereignis des Jahres. Ich starte bei der 20. Jubiläums Ausgabe des 6 Stunden Laufes von Ottobrunn. Da war ich 2010 zum letzten Mal. Das Lauferlebnis vor den Toren Münchens. Bis jetzt wurde man dort immer fürstlich bewirtet von Angelika und Manfred Rau. Bin schon gespannt.  Ergebnis dann hier.

Ergebnis

Ausschreibung

Stdiut

Formtief

So langsam geht es aufwärts mit den Kilometern. Allerdings bin ich noch nie so langsam in die Saison gestartet. Ich bin wirklich froh, wenn ich mal die 10 km unter einer Stunde laufe. Die Woche habe ich immerhin mit mehr als 50 km beendet. Genau waren es 50,6 km. Die neuen Schuhe haben sich auch bestens bewährt, immerhin sind meine ISG Beschwerden völlig verschwunden. Und das mit dem Tempo ist auch nicht soo wichtig, denn um wieder in den Ultra Bereich zu kommen, sind die Kilometer wichtiger als die Zeit, in der man sie läuft. Am nächsten Sonntag müssen dann die ON Laufschuhe ihre erste Bewährungsprobe bestehen, denn dann gilt es über 6 Stunden die Runden zu drehen. Der 6 Stunden Lauf von Ottobrun steht an. Das letzte Mal war ich dort 2010. Ist aber ein schöner Einstieg in die Ultra Saison für mich.

Stdiut

Neue Schuhe

Letzte Woche war ich mit einem Bekannten Laufschuhe kaufen. Also er hatte mich gefragt, wo er kaufen gehen soll und ich dachte mir, ich gehe mal mit, denn in letzter Zeit taugen mir die HOKA irgendwie gar nicht mehr. Da muss der Hersteller irgend etwas geändert haben ist mein Verdacht. Gesagt getan und auf zu Ruscher, da war ich eh schon lange nicht mehr, eigentlich seit ich den HOKA laufe. Mein Freund wurde aufs Laufband gebeten und ich probierte mehrere Schuhe aus. Einen Schuh der Marke ON und den Glycerin von Brooks. Draussen vor der Tür lief ich mit beiden eine kleine Runde. Und ich muss sagen, obwohl der ON sehr futuristisch ausschaut, hat er mir doch sehr getaugt. Auch im Brooks hatte ich einen guten Halt. Also was solls, habe ich eben beide gekauft. Meinem Freund, der wieder anfangen will mit Sport, da er etwas dick geworden ist, haben wir gleich eine ganze Ausrüstung verpasst.

Am Samstag ging es dann gleich auf die erste Testrunde, 10km mit dem ON. Ich muss schon sagen, tolles Laufgefühl und ich hatte endlich mal keine Schmerzen im Rücken. Der Brooks wurde am Sonntag über 15km getestet, ebenfalls alles okay. habe mir zwar irgendwie einen Zeh angehauen, aber das muss ich erst noch rausfinden, woran das liegt. Ich finde aber beide Schuhe sehr gut.

Die Woche schlägt dann also mit 47,35 km zu Buche. Ist so langsam eine Steigerung in Sicht. Aber ich will es dies Jahr langsam angehen lassen. In der Form vom letzten Jahr bin ich noch lange nicht, aber es ist ja auch kein grosser Wettkampf in Sicht. Am 13.03.2016 werde ich die 6 Stunden von Ottobrunn laufen. Aber das sehe ich eher als Training. Auf gehts neue Schuhe.

Stdiut

Keine Aktivitäten

Das es hier keine Aktivitäten von mir gab, lag einfach daran, dass ich keine Aktivitäten unternommen habe. War aber auch viel unterwegs. Im Januar eine Woche Las Vegas, arbeiten, dann eine Woche in München. Dann zwei Wochen Thailand, wobei ich dort wenigstens dreimal gelaufen bin. Jeweils 10 km auf meinem geliebten Buddha Hill. Aber es wurde mir dann doch zu warm. Und letztes Wochenende war ich in Berlin, um meinen Fussballverein anzufeuern, hat aber nicht soviel gebracht.

Seit dieser Woche bin ich aber wieder ins Training gestartet. Es geht natürlich noch sehr langsam, aber das ist mir egal. Es stehen keine wichtigen Laufreisen an, ergo kann ich es ganz entspannt angehen lassen. So war es ja auch geplant.

Stdiut

Neues Jahr – Neue Muster

Das neue Jahr hat begonnen und viele Menschen habe sich gute Vorsätze geschworen. Ausser Freundin Moni, die hat nur schlechte Vorsätze. Aber ich denke, das ist genau so schwer umzusetzen, wie die Guten. Das alte Jahr ging dann ja doch noch mit über 2000 km Laufstrecke zu Ende, was ich ja schon gar nicht mehr zu hoffen gewagt hatte. Im neuen Jahr startete ich mit drei Läufen an drei Tagen, ist ja per se schon mal nicht schlecht. Vorgenommen habe ich mir für dieses Jahr nur zwei Wettkämpfe, der erste wird der 6 Stunden Lauf in Ottobrunn und der zweite der Frankfurt Marathon. Dies ist gleichzeitig eine Familien Zusammenführung, denn ich werde ihn mit meinem ältesten Bruder laufen und gleichzeitig meinen Neffen nebst Familie besuchen, der dort wohnt. Leider kann ich somit in diesem Jahr nicht beim Bestzeit Marathon helfen, verzeih mir Henrik.

Was ich sonst noch so machen werde? Keine Ahnung und davon reichlich. Ich will auf alle Fälle in diesem Jahr weniger lauftechnisch reisen, was ja nicht heisst, dass ich nicht laufen werde. Reisen werde ich aber trotzdem genug. Im Januar geht es erst einmal eine Woche nach Las Vegas, kein Urlaub sondern wegen des Jobs. Dann geht es Mitte Januar für zwei Wochen nach Thailand, Erholung pur und viel Wärme. Dann geht es im Februar noch auf einen Kurztrip nach Berlin. Ich muss doch meine armen Löwen anfeuern. Die haben diese Saison wirklich viel Pech gehabt, kann nur besser werden. Und auf den Rest dürft Ihr gespannt sein, das werde ich natürlich hier im Blog berichten.

Stdiut